Zahlenschubser

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Zahlenschubser
BMW macht die Zahlenreihe komplett und füllt die Lücke zwischen den 1er- und den 3er-Modellen. Der Trick: Die 1er-Coupés werden einfach els 2er ausgesourced. Und kosten soviel wie ein 3er.
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Lücken kann man im BMW-Modellprogramm mittlerweile mit der Lupe suchen - und wird sie, abgesehen von einem großen Luxus-SUV oberhalb des BMW X5, kaum finden. Die neueste Zahlenschubserei der Bayern: Ab März kommenden Jahres erheben die Bayern ihr 1er Coupé zum neuen 2er.

Ähnlich wie eine Klasse darüber bei 3er und 4er gibt es auch für das neue 2er Coupé leicht gewachsene Dimensionen und einen Hauch mehr visueller Dynamik. Es dürfte in den unteren Fahrzeugklassen der letzte Spaßmacher sein, den BMW auf die Räder stellt, denn die künftigen Generationen sind auf der Frontantriebsplattform unterwegs. Das Alleinstellungsmerkmal des viersitzigen kompakten Coupés mit Hinterradantrieb fällt damit zum Ende des Jahrzehnts weg.

Doch zunächst einmal haben die Fahrdynamiker am BMW 2er Coupé ihre helle Fahrfreude. Denn er soll Dank eben Hinterradantrieb, Zweigelenk-Federbein-Vorderachse und Fünflenker-Hinterachse sowie einer ausgewogenen Gewichtsverteilung exzellente Handlingeigenschaften garantieren. Optional gibt es unter anderem eine variable Sportlenkung, Sportbremsanlage und adaptive Dämpfer sowie eine elektronische Sperrfunktion für das Hinterachsdifferenzial.

Mit einer Länge von 4,43 Metern ist der Neuling im Modellprogramm sieben Zentimeter länger als sein Vorgänger und elf Zentimeter länger als der aktuelle 1er. An Front und Heck unterscheidet sich der Zweitürer deutlich mehr von dem Schrägheckmodell als bisher. Angenehm bemerkbar machen sich nicht nur das Plus an Fahrzeuglänge, sondern insbesondere auch der um drei Zentimeter vergrößerte Radstand und die um über vier Zentimeter gewachsenen Spuren. So gibt es mehr Dynamik auf der Straße und mehr Platz im Innern. Die 20 Liter mehr an Kofferraumvolumen auf 390 Liter dürften die meisten Kunden dagegen eher kalt lassen.

Das Motorenprogramm bietet keinerlei Überraschungen. Den Auftakt bilden die drei Diesel 218d, 220d und 225d Coupé mit 143, 184 und 218 PS sowie zwei Turbobenziner als 184 PS starker BMW 220i und dem BMW M235i aus dem M Performance Studio, der 326 PS leistet. Doch damit nicht genug. Nach dem grandiosen Erfolg des BMW 1er M Coupés, das von vielen Kunden als neue, kompakte Version des einstigen M3-Gedankens gefeiert wurde, dürfte es hier eine Neuauflage geben, die vielleicht sogar als BMW M2 gegen die Konkurrenz des 360 PS starken Mercedes CLA 45 AMG antritt.

Der Basispreis für das Einstiegsmodell BMW 220i liegt bei 29.950 Euro - 900 Euro mehr als der preiswerteste 3er. Sein aufgeladener Vierzylinder leistet 135 kW/184 PS und ein maximales Drehmoment von 270, das ab 1.250 U/min anliegt. Das reicht für 235 km/h Spitze, einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in sieben Sekunden und einen Normverbrauch von 6,1 Liter. Der gleich starke Basisdiesel kostet mindestens 32.500 und das Topmodell BMW M 235i beginnt bei 43.750 Euro. Auch bei den Preisen ist man in 3er-Regionen angekommen.

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