Tschüss, Bulli

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Tschüss, Bulli
Am Jahresende ist alles vorbei: Nach insgesamt rund 63 Jahren Bauzeit rollt der letzte VW Bulli aus der Produktion - in Brasilien, wo er immer noch gefertigt wurde. Wir erinnern uns mit Wehmut.
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"Er ist eine Industrie-Ikone. Nicht nur wegen seines Verkaufserfolges, sondern auch wegen seines Charismas", schickt ihm VW do Brazil zum Abschied hinterher. Wohl wahr. Nur wenige Autos haben Kultur und Lebensgefühl ganzer Generationen so geprägt, wie der "Bulli". Das Ford T-Modell vielleicht. Und, na klar, der VW Käfer. Als bunt bemaltes Hippie-Mobil machte der Bulli die Blumenkinder mobil Richtung Woodstock oder San Francisco. Als Camper, selbst ausgebaut oder fertig eingerichtet, ließ er seine Besitzer Europa entdecken und die letzten Winkel dieser Welt. Ganz zu schweigen davon, dass er Millionen von Firmen und Gewerbetreibenden überhaupt erst ihr Geschäft ermöglichte.

Nun also ist Schluss damit. In Brasilien hatte der "VW Kombi" zuletzt immer noch über 16% Marktanteil. Auf den Straßen dort ist er allgegenwärtig. "Wir stoppen die Produktion ja nicht wegen fehlender Nachfrage", sagt VWs dortiger Verkaufschef Jochen Funk fast schon entschuldigend. Es lassen sich schlicht und einfach und beim besten Willen nicht mehr die Sicherheitsfeatures unterbringen, die auch in Brasilien mittlerweile per Gesetz eingefordert werden. Airbags zum Beispiel. Oder ABS. In Brasilien trägt der VW Kombi nicht ohne Grund den Spitznamen "Jesus me chama" - "Jesus ruft mich". So rollt denn gerade die fein gemachte "Last Edition" des Bulli vom Band: mit Weißwandreifen und zweifarbig himmelblau-weiß lackiert.

Und uns bleibt nach einer letzten Ausfahrt mit dem letzten Bulli nur, ihm mit einem Special leise Servus zu sagen.

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