Alfas frischer Golf

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Fahrbericht: Alfa Romeo Giulietta
Alfa Romeo hat seinen Giulietta ein wenig überarbeitet und dem Diesel dabei auch gleich mehr Leistung verpasst. Zehn PS mehr gehen jetzt an die Vorderachse und schaffen etwas mehr Speed.
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"Wir haben uns bei der Überarbeitung des neuen Giulietta keiner Plastischen Chirurgie bedient, sondern nur hier und dort ein wenig Schminke aufgetragen", heißt es seitens des Alfa Romeo-Marketings. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Denn von außen sieht der weiterhin 4,35 Meter lange, 1,80 Meter breite und 1,47 Meter hohe Italiener fast so aus wie vorher.

Ok, der Frontgrill wurde ebenso wie die Nebenscheinwerfer optisch leicht verändert. Nicht-Alfaristi werden diese Feinheiten der neuesten Version des bis heute 224.000 Mal verkauften Giulietta auf jeden Fall nicht sofort erkennen. Im Innenraum schaut es da schon etwas anders aus. Dort sind das Lenkrad, die Mittelkonsole und die Sitze neu. Letztere packen in der Sportversion ordentlich an den Flanken des Fahrers an. Für einen Kompaktwagen fast schon zu ordentlich.

Wer den mit einem um zehn PS erstarkten Alfa Romeo Giulietta 2.0 JTDM bewegt, der wird sich hingegen über den guten Seitenhalt freuen. Solange er und seine bis zu vier Mitfahrer sich nicht von der zwar aufgeräumten aber irgendwie dann doch zu verspielt wirkenden Mittelkonsole und ihrem billig anmutenden Seitenausläufer die gute Laune verderben lassen, macht die Fahrt im Giulietta Spaß. Einen großen Anteil am Fahrspaß hat die verbesserte Geräuschdämmung. Weder Motoren-, Wind- oder Abrollgeräusche stören oder fallen groß auf. Lediglich bei regennasser Fahrbahn ist durch die Türen mehr zu hören als einem lieb ist.

Der nun 110 kW/150 PS leistende 2,0 Liter große Vierzylinder-Dieselmotor stemmt 380 Newtonmeter auf die Vorderachse. Dank des präzise zu schaltenden Sechsganggetriebes bereiten auch viele Gangwechsel hintereinander keinerlei Probleme. Der 1.320 Kilogramm schwere Golfjäger kostet mit 25.900 Euro genau 300 Euro weniger als sein Wolfsburger Konkurrent. Allerdings müssen Alfa-Fahrer auf nahezu alle bekannten Sicherheitssysteme wie dem Tote-Winkel-Warner, einer Notbremsfunktion für die Stadt oder auch eine Abstandsregelanlage verzichten. Die gibt es weder für Geld noch für gute Worte.

Nette Worte lassen sich zumindest für das Fahrwerk und den werksseitig angegebenen Spritverbrauch finden. Ersteres bügelt Unebenheiten gut und sicher hinweg. Der Verbrauch liegt bei 4,2 Litern Diesel auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 110 Gramm pro Kilometer entspricht. Mithilfe des 60 Liter großen Treibstofftanks lassen sich so über 1.400 Kilometer am Stück zurücklegen. Das gilt natürlich nur für den Fall, dass auf den 8,8 Sekunden andauernden Tempo 100-Sprint und auch die Höchstgeschwindigkeit von 210 Kilometern pro Stunde verzichtet wird.

Dafür, dass die Fahrt irgendwann auch mal ein Ende hat, dafür sorgt im neuen Giulietta ein bis zu 6,5 Zoll großer berührungsempfindlicher Bildschirm samt Navigationssystem. Allerdings ist die Bildqualität nicht sehr berauschend und die Software wirkt etwas träge. Nicht träge, aber dafür von minderer Qualität sind die Plastik-Bedienelemente am unteren Bildschirmrand: Die Schnellzugrifftasten für Navigation, Radio und Bluetooth.

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